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Unser Gerätehaus

Gerätehaus

Gerätehaus


Damals

Gerätehaus

Das erste Feuerwehrhaus um 1900 war ein Schuppen für Gerätschaft in der Dorfmitte beim heutigen Würstlstand, der von den damaligen Kdt. Seyrling (Klosterbräu) und Seyrling (Lamm) sowie den Wehrmännern im Ort schnell erreichbar und direkt beim Glockenturm ideal für Grossalarme situiert. Gerätschaft war eine Handdruckspritze mit entsprechendem Schlauch und Strahlrohrzubehör gezogen als Fuhrwerk mit einem  Pferdegespann.


Gerätehaus

Der Bau des Feuerwehrhauses in der Münchnerstraße erfolgte im Jahre 1934.


Gerätehaus

Anlässlich des 70. Gründungsfestes 1965 wurde im hinteren Teil des Feuerwehrhauses  ein Zubau errichtet.


Gerätehaus

Aufgrund der Ausrichtung der nordischen WM 1985 wurde ein seitlicher Zubau für die Unterbringung des neuen Rüstfahrzeuges getätigt sowie Kellerräume saniert.


Nachdem  Überlegungen einer gemeinsamen Unterbringung der Rettungsorganisationen aus Anlass des Neubaues  der Rettungszentrale scheiterten, sicherte sich die Gemeinde die Vorkaufsrechte beim etwaigen Verkauf des alten Milchhofes zur Feuerwehrhauserweiterung. Nach der letzten Gemeinderatswahl gab es einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates zum Neubau eines Feuerwehrhause am ehemaligen Gelände der AGIP-Tankstelle in Unterseefeld. Als Aufwertung des Ortsteiles sollte auch ein Platz für ein kleines Museum geschaffen werden. Es folgte die Vorgabenstellung des Feuerwehrauschusses nach den Richtlinien des Bundesfeuerwehrverbandes  für eine praxisnahe und funktionelle Planung  für die  am Wettbewerb teilnehmenden Architekten. Nach der Prüfung der anonym eingereichten Modelle und Pläne durch Gemeindebauauschuss und Feuerwehrkommando mit fachlicher Unterstützung neutraler Architekten gab es eine öffentliche Präsentation des Siegerprojektes im Sportzentrum. Der Angebotseröffnung folgte die Vergabe der Aufträge an die diversen Bestbieter und der Baubeginn  am 6. September 2006. Mit der  Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses konnte Gerät Mannschaft und Fahrzeuge am 15. Dezember 2007 ins neue Gerätehaus übersiedeln.



Entwurf und Konzept

Das gut vorbereitete Raumprogramm der Feuerwehr ließ keinen Zweifel daran, dass im Inneren des Gebäudes alles auf absolute Funktionalität, Schnelligkeit und Robustheit ausgelegt werden soll. Kein Haus, das in Sonntagsschuhen, sondern eines das in Arbeitsstiefeln funktioniert, sollte es werden. Die daraus resultierende kompakte Raumanordnung mit kurzen Wegen spiegelt die rasche Einsatzbereitschaft der Feuerwehr wider und ist der Kern des architektonischen Gebäudekonzeptes.

Auch die Materialwahl war diesen Anforderungen immer untergeordnet. Oberflächen, die den harten Beanspruchungen durch die schweren Fahrzeuge und der Mannschaft gerecht werden. Der gesamte Einsatz-, Werkstätten und Lagerbereich wurde bewusst „robust“ gestaltet, hingegen wurden  in der Kommandoeinsatzleitung, sowie in den Büro- und Schulungsbereichen im Obergeschoß „feinere“ Materialien verwendet. Einzig in der  Teeküche wurde durch die Holzoberflächen eine gewisse „Gemütlichkeit“ angestrebt. Farblich ist die gesamte Materialwahl sehr zurückhaltend und in sich aufeinander abgestimmt. Die komplett transparenten Falttore und die gezielten großen Glasöffnungen  in den  Gebäuden sollen die transparenten Strukturen und den Stolz der Feuerwehr widerspiegeln, und somit Einblicke auf die Arbeit und den großen Fuhrpark geben.



Gerätehaus

Grundriss Erdgeschoß: Fahrzeughalle, Waschbox, Umkleideräume, Atemschutzraum, Bindemittelager,Sanitärräume, Funkstation, Einsatzleiter u. Bereitschaftsraum, Museum




Mag. Arch. Andreas Prachensky

Die semitransparenten Profilglasflächen verändern durch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse ihre Farbe und schimmernde Wirkung und lassen durch die Kleinteiligkeit der Bahnen die Gebäude kleiner erscheinen. Erst durch die Nachtbeleuchtung am Abend treten zurückhaltende Gebäudeteile wie der integrierte Schlauchturm in seiner vollen Höhe ablesbar hervor.
Das Feuerwehrhaus ist einfach gegliedert. Das Einsatzgebäude beinhaltet im Erdgeschoß den Einsatzbereich und im zweigeschossigem Bauteil, der sich mit der Fahrzeughalle verschränkt, den Schulungsbereich und die Büros.
In einem frei stehenden Kopfbau befinden sich das Feuerwehrmuseum und der Schlauchturm, der unterirdisch mit dem Einsatzgebäude durch die Nebenräume verbunden ist.   Das Feuerwehrmuseum wirkt durch die großen Öffnungen wie eine große Vitrine in der die Feuerwehrschätze zur Schau gestellt werden.
Durch die getrennte Anordnung kann der Museumsteil von der Gemeinde Seefeld auch anderwertig , wie zb. Für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden.
Die Freiwillige Feuerwehr hat zu Recht einen sehr hohen Stellenwert in der Gemeinde. Ich habe erst durch den projektverlauf erfahren mit wie viel Engagement sich die Feuerwehr für die Hilfe in Not geratener einsetzt und welche sozialen Aufgaben diese in einer Gemeinde erfüllt.
Die politische Bekennung zu einer modernen Architektur in einem Tourismusort wie Seefeld war sehr mutig. Dazu kann ich nur gratulieren und dadurch war es auch ein Leichtes für mich das Projekt zu betreuen. Ich wünsche der Feuerwehr alles Gute und möchte mich nochmals für die  gute Zusammenarbeit bei allen beteiligten Projektanten und Firmen bedanken.



Gerätehaus

Das Feuerwehrhaus